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082 Neuseeland 9 / New Zealand 9 St. Arnaud - Christchurch

 

Neuseeland 9

 

St. Arnaud - Christchurch

(8. – 30. Januar 2020)

 

(geschrieben von Flinke Feder vom 10. - 30. Januar 2020, redigiert vom grün gefiederten Papageienvogel; dem Ara)

(Die Red.) Konnte die Reise mit dem verletzten Knie weiter-geführt werden? Liebe Leser vom Reisemagazin „Leise Reisen„, diese Episode erzählt, ob und wie das Solatrike der Ostküste entlang nach Christchurch gelangte.

 

New Zealand 9

 

St. Arnaud - Christchurch

(January 8. – 30. 2020)

 

(Written by Power Pen from January 10. – 30. 2020 edited of the Green-feathered Parrot Bird Macaw)

(Editorial) Was it possible to continue the journey with the injured knee? Dear readers of the travel magazine ”Gravel travel, this episode tells if and how the Solatrike reached Christchurch along the east coast.


Panoramasicht von Christchurch mit Bergen im Hintergrund und blauem Himmel.
Christchurch.Panorama vom Abenteuer Park / Christchurch.Panorama from Adventure Park

Verletztes Knie

Flinke Feder (FF): Konntest Du mit dem verletzten Knie noch Radfahren?

David Brandenberger (DB): Es blieb mir nichts anderes übrig, denn ich konnte mir in St.Arnaud nur eine weitere Nacht leisten. Der Sommer war im Januar schon vorbei, es kühlte stark ab und das typische Neuseelandwetter hatte mich wieder. Dick in den Regenschutz eingepackt radelte ich los zum Pass hoch, damit ich den langen Weg hinunter antreten konnte. Geniessen konnte ich die Fahrt leider nicht, weil die Aussicht auf die umliegenden Berge von den tiefhängenden Wolken versperrt wurde und ich feierte die 38'000 km im Regen. Nach knapp 70 km hatte ich genug Nässe einge-saugt und hielt im Wairau Valley beim Campingplatz, wo ich einen Tag Pause einlegte. Das Knie erholte sich wieder durch mehrmaliges einsalben. Radfahren ist definitiv besser für meine Knie, als wandern. Das hat mein Arzt schon vor zwanzig Jahren gemeint.

FF: Hast Du einen Ruhetag eingelegt mit Nichtstun?

DB: Das geht bei mir gar nicht, nach einer halben Stunde in der Sonne herumliegen…

FF: Sonne? Da hast Du doch besseres Wetter erwischt?

DB: Ich glaubte es auch kaum, dass nach diesem Tag die Sonne scheint. Jedenfalls wird es mir langweilig herumzu-liegen, um wie ein Cervelat* in der Sonne zu brutzeln. (*eine Schweizer Wurstspezialität mit furchtbaren Zutaten) Somit habe ich die Zeit genutzt, Socken zu stopfen und viele weite-re Näharbeiten zu erledigen. Blenheim war dann nicht mehr weit, doch schon ausgebucht. Darum zog ich nach einer Fahrt durch Weinanbau Gebiete weiter bis Spring Creek.

FF: Dort warst Du doch schon vorbei geradelt.

DB: Das war beim Hinweg und jetzt war ich zweimal unfrei-willig im selben Ort. Erstmals weil der Queen Charlotte Drive gesperrt war und nun zum zweiten Mal, weil ich keine Unter-kunft in Blenheim fand.

FF: Dir hat es wohl so gut gefallen, dass Du gleich drei Tage dort verbrachtest?

Ostküste bis Kaikoura

DB: Keineswegs, den Ort habe ich mir gar nicht angeschaut. Die Tage brauchte ich, um mich wieder zu aktualisieren mit Fotos und Filmen bearbeiten und den Blog zu veröffentlichen. Daneben fing ich an meine weitere Reise zu planen und Ersatzteile zu organisieren. Am Sonntagnachmittag fuhr ich nach Blenheim, wo ich die zwei Franzosen Alice und Rémy wieder traf und wir plauderten den ganzen Nachmittag. Wiedersehen mit anderen Reisenden ist immer wieder schön. Im Hostel in Spring Creek lernte ich Hendrik aus Deutschland kennen, auch so ein verrückter Reisender. Da montags noch Schlechtwetter war, blieb ich und erledigte die restlichen Arbeiten. Auf Dienstag war die Wetterprognose: Schön, wenn man vom Regen absieht. Das Schöne ist wohl, dass man bei so bedecktem Wetter keinen Sonnenbrand kriegt. Der Wind drehte – natürlich – auf Südost, genau von da wo ich hinfahre und der kommt direkt aus der Antarktis. Über einen 200m Pass und weitere Hügel brachte mich die Strasse an einem pinken Salzsee vorbei und in Ward stellte ich mein Zelt in den leeren Campingplatz.

FF: Wie war die Fahrt der Ostküste entlang?

DB: Die musste ich mir erst über ein paar steile Hügel ver-dienen, der Wind blieb eisig, doch die Sonne kam teilweise durch. Viele Baustellen musste ich durchqueren, aber in Ohau Point konnte ich eine Seelöwenkolonie beobachten. Bei einem weiteren Aussichtspunkt erspähte ich eine Horde Delfine weit draussen im Meer. Die Strasse der gewundenen Küste entlang ist ein auf und ab, sodass ich schlussendlich fast 500 Höhenmeter gemacht hatte. In Kaikoura bleib ich auch einen Tag, jedoch nicht um Wale zu beobachten, sondern um zur Halbinsel zu radeln und spazieren zu gehen. Eine hübsche Aussicht vom East Head (Ost Kopf) zur Bucht, habe ich noch schnell skizziert.

FF: Meldete sich der Sommer zurück?

DB: Unverhofft und entgegen der Prognosen drehte der Wind und die Nachmittage wurden ziemlich warm. Ich wählte die Strecke weiterhin der Küste entlang und konnte noch mehr Ausblicke zum Meer geniessen. Doch es hiess wieder stark in die Pedalen zu treten, denn die Strasse führte weg vom Meer und steil in die Hügel. Dreimal oder sogar mehr, musste ich das Solatrike in die Höhe kurbeln. Bei einer Baustelle mit auto-matischem Rotlicht blieb ich stecken. Als Radfahrer soll man warten, bis das letzte Auto vorbei ist und sich hinten an-schliessen. Doch es wurde schneller wieder Rot, als dass kein Auto mehr kam. Eine verzwickte Lage und ich sah mich schon hier das Zelt aufschlagen. Eine der Baustellenarbeiter-innen befreite mich und schleuste mich durch. Noch einen letzten Hügel hoch und ich war beim Camping ange-kommen.

FF: Doch der war geschlossen.

Christchurch

DB: Weitere 27km brachten mich bis Chaviot. Unterwegs traf ich ein Paar auf dem Tandem, die einen Sarg als Anhänger mitschleppten. Mit dem Sarg wollen sie auf die schlechte medizinische Versorgung in Neuseeland aufmerksam mach-en und deponierten den als Protest beim Parlament in Wellington. An einem weiteren schönen und windigen Tag fuhr ich bis zum Greta Valley, wo ich den Nachmittag bei einem Sportplatz verbrachte und Cricketspieler zu sah. Ich begreif die Begeisterung für dieses Spiel nicht, denn es machte mich nur müde…chr, chr…

FF: Hallo wach’ auf und erzähl weiter!

DB: Ich wachte mitten im Herbst auf. Dichter Nebel umhüllte mein Zelt. Auf der Strecke in die Ebene hinunter traf ich ein deutsches Paar wieder, welche auf ihrer ersten Radtour sind und ihre ersten Erfahrungen sammeln. Wenn sie weiterhin alle Taschen am Hinterrad montieren ist es kein Wunder, dass die Speichen brechen. In Kaiapoi konnte ich das Solatrike in der Garage von Jane sicher parkieren und zusammen fuhren wir nach Christchurch zu Caroline und Nigel, meinen Gast-gebern, die zurzeit ein Haus von Freunden hüten. Sie haben alles organisiert, um mir einen Platz zu verschaffen. Vor dem Abendessen nahm mich Nigel spontan mit zu einer kurzen Kanutour den Avon Fluss hinauf und zurück. Der ist an dieser Stelle nicht sehr breit und teilweise sehr flach.

FF: Wie hat sich Christchurch nach dem Erdbeben im 2011 verändert?

DB: Ich erkenne es kaum wieder. Zugegeben ich kann mich nach 22Jahren auch nicht mehr erinnern. Es stehen nur noch eine Handvoll hohe Häuser und es versprüht eher den Charme einer Kleinstadt. Die Wunden des Erdbebens sind auch nach neun Jahren noch sichtbar. Ein jahrelanger Konflikt verhinderte die Renovation und Wiederaufbau der Kathedrale. Das kostete enorm viel Geld und treibt die Wiederinstandstellungskosten weiterhin in die Höhe je länger man wartet. Der Turm der Kathedrale ist vollkommen einge-stürzt mitsamt der Front. Es klafft ein riesiges Loch in der Vorderseite, wo Vögel ein- und ausfliegen, die sich einge-nistet haben. Die verbleibenden Mauern wurden notdürftig abgestützt und mit Stahlseilen stabilisiert. Durch die voll-kommene Beseitigung eingestürzter Häuser, wurden freie Flächen geschaffen, welche zu Parks umfunktioniert wurden. Einige werden aber später mit Neubauten zugedeckt.

FF: Wo bist Du untergekommen?

Die erste Nacht durfte ich bei Will verbringen. Einem Eng-länder, der trotz Flugangst bis nach Neuseeland gereist ist, meistens per Motorrad. Er ist fasziniert von Elektrischen Fahr-zeugen und darum hatte er mich auch eingeladen. Wir ver-standen und auf Anhieb und tauschten viele Geschichten von unseren Reisen aus. Nur die Zufahrt zu seinem Haus war zu steil für das Solatrike und mit vereinten Kräften schoben und zogen wir es hoch. Er arbeitet momentan im Adventure Park, wo er mich spontan hinbrachte. Von der Bergstation der Sesselbahn stürzen sich viele Mountainbiker auf ver-schiedenen Tracks den Hang hinunter. Man kann auch per ZIP Line hinunter durch die Luft fliegen. Doch nur schon die Aussicht ist ein Erlebnis. Die Sicht reicht in den Hafen von Lyttelton inmitten der Banks Halbinsel mit der Quail Insel darin und über die Stadt bis zu den Bergen. Natürlich bei sehr gutem Wetter noch viel weiter. Darum sind die Angestellten auch Ausguck, die jedes Feuer sichten und weitermelden können.

FF: Hast Du Reparaturen am Solatrike vorgenommen?

Fehltritte

DB: Als ich bei Will war, ersetzten wir eine kleine Stützplatte beim Vordermotor durch eine neue dickere, die sich nicht mehr durchbiegt. Bei der Montage hatten wir die Kette falsch herum um das Spannrad geführt, was ich später wieder korrigierte.

FF: Das war aber nicht Dein einziger Fehltritt.

DB: Die nächsten paar Nächte habe ich in einem Hostel vor-gebucht. Als ich dort ankam, hatte ich keinen Parkplatz. Die Angestellten versicherten mir, dass ich einen Parkplatz erben könne, da jemand bald das Auto wegfuhr. Also wartete ich ab und manövrierte das Solatrike über das Kies, um rückwärts ein zu parkieren. In der Zeit schnappte mir einer den Parkplatz vor der Nase weg. Mir wurde anschliessend gesagt, ich solle doch auf der Strasse parken, denn sie können für keinen Parkplatz garantieren. Genervt packte ich meine Sachen wieder ein und suchte mir eine Unterkunft, wo ich das Sola-trike parkieren konnte. Mitten in der Stadt wurde ich fündig und quartierte mich dort ein. So zahlte ich für die nächsten Nächte doppelt.

FF: Was hast Du in Christchurch unternommen?

DB: Erst konnte ich meine reparierte Kamera abholen, dann fing ich an meine weitere Reise zu planen. Ich war total über-fordert und brauchte eine Pause. Das traf sich gut, dass ich Tanita wiedersah und wir streiften durch die Stadt, um ein paar Sehenswürdigkeiten zu besuchen, wie die «185 weissen Stühle», die als Temporäres Mahnmal für die Toten des Erd-bebens errichtet wurde. Ich habe Tanita schon in Sydney getroffen und auch hier verbrachten wir einen lustigen Tag zusammen. Anschliessend besuchte ich noch die Kunstgale-rien und setzte mich wieder zu meinen Recherchen. Die Reisebüros konnten mir nicht weiterhelfen, die verkaufen nur Pakete mit Hin- und Rückflug, keine Individualreisen. Beim Ausfüllen des ESTA Formulars für die USA stolperte ich über den Iran. Weil ich als Tourist da war darf ich nicht mehr in die USA einreisen. Die einzige Möglichkeit wäre ein Visum zu beantragen, um eventuell doch einreisen zu können. Doch dafür reicht die Zeit nicht mehr. Die sollen mich doch aus ihrer Politik herauslassen!

FF: Wo durch wolltest Du denn reisen?

Einladung vor langer Zeit

DB: Erst wollte ich von Christchurch ein Stopp in Vanuatu ein-legen und danach über Hawaii nach Vancouver fliegen. Doch nun musste ich alles umplanen und so fliegen, dass ich die USA umgehen kann. Vanuatu steht immer noch auf dem Programm, danach werde ich zu den Salomon-Inseln weiter-ziehen und noch einen Halt in den Philippinen einlegen. Dahin wollte ich eigentlich schon früher mal und so kann ich das nachholen. Viel Zeit verbrachte ich mit dem herauslesen von Länderinformationen, suchen von Reisetipps und Informationen.

FF: Wurdest Du über das Wochenende nochmals eingeladen?

DB: Schon vor einem Jahr wurde ich eingeladen, als ich durch die Nullarbor fuhr. Biff ist selber eine sehr erfahrene Tourenfahrerin und arbeitete schon in diversen Ländern, darunter auch in Basel.

FF: Biff? Wie der Bully aus «Zurück in die Zukunft»?

DB: Ja genauso, nur ist sie das pure Gegenteil und hat ein Riesenherz für Radfahrer. Ich durfte ihre Adresse benutzen, um Ersatzteile hinschicken zu lassen, nur dauert die Lieferung für ein letztes Teil und kam nicht an bevor ich bei ihr war. Wir tauschten natürlich auch viele Reisegeschichten aus und danach machte ich mich wieder an meine Reisevorberei-tungen.

FF: Wie lange bleibst Du noch in Christchurch?

DB: Bis das Ersatzteil kommt und ich es montiert habe. Das sollte in den nächsten Tagen eintreffen und ich habe schon was gefunden wo ich hinkann, um es zuzuschleifen und die Montagelöcher zu bohren. Danach habe ich noch zwei Monate Zeit, in welcher ich zum Lake Tekapo fahren möchte. Die Strecke ist gar nicht so weit und ich fand heraus, dass ich sogar noch Zeit hätte nach Dunedin zu fahren. Die Strassen-karten für dieses Gebiet hatte ich aber schon weggeworfen, da ich dachte die Zeit würde nicht reichen. Nun musste ich mir eine Neue kaufen.

FF: Wie die Reparatur verlief und die Rundtour im Süden von Neuseeland erzählen wir im nächsten Blog.

Einschub in letzter Minute: Eine erste Hörprobe des neusten Songs: "How much" (Wie viel) ist soeben erschienen.

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Karte
Karte: Nordteil der Südinsel / Map: North part of the South Island

Injured knee

Power Pen (PP): Were you still able to cycle with the injured knee?

David Brandenberger (DB): I had no other choice, because I could only afford one more night in St. Arnaud. The summer was already over in January, it cooled down a lot and the typical New Zealand weather was back. Thickly wrapped in the rain clothes I cycled up to the pass, so that I could start the long way down. Unfortunately, I couldn't enjoy the ride because the view of the surrounding mountains was blocked by the low clouds and I celebrated the 38'000 km in the rain. After almost 70 km I had sucked in enough wetness and stopped in the Wairau Valley at the campground where I had a day off. The knee recovered again by several times of applying ointment. Cycling is definitely better for my knee than hiking. That's what my doctor meant twenty years ago.

PP: Did you take a day off with doing nothing?

DB: That's not possible for me, after half an hour lying around in the sun...

PP: Sun? You got better weather there?

DB: I also hardly believed that the sun would shine after this day. Anyway, I get bored lying around and sizzling in the sun like a Cervelat (a Swiss sausage speciality with horrible ingre-dients). I used the time to darn socks and do a lot of other sewing. Blenheim was then not far away, but already fully booked. After a drive through wine-growing areas I moved on to Spring Creek.

PP: There you had already cycled past.

DB: That was on the way out, and now I was twice in the same place involuntarily. The first time because Queen Charlotte Drive was closed and now for the second time because I couldn't find accommodation in Blenheim.

PP: I guess you liked it so much that you spent three days there?

Along the East coast to Kaikoura

DB: No way, I didn't even have a look at that town. It took me a few days to update myself with photos and movies and to publish the blog. Besides I started to plan my further journey and to organize spare parts. On Sunday afternoon I drove to Blenheim, where I met the two French friends Alice and Rémy again and we chatted the whole afternoon. Reunion with other travellers is always nice. In the hostel in Spring Creek I met Hendrik from Germany, also a crazy traveller. Because Monday was still bad weather, I stayed and did the rest of the work. On Tuesday the weather forecast was: Nice, except for the rain. The nice thing is probably that you don't get sunburn in this overcast weather. The wind shifted - of course - to southeast, exactly from where I'm going and it comes directly from Antarctica. Over a 200m pass and further hills the road brought me past a pink Salt Lake and in Ward I pitched my tent in the empty campground.

PP: How was the drive along the east coast?

DB: I had to earn it first over a few steep hills, the wind stayed icy, but the sun came through partly. I had to cross many construction sites, but in Ohau Point I could watch a sea lion colony. At another lookout point I spotted a horde of dolphins far out in the sea. The road up and down the winding coast is up and down, so I finally made almost 500 meters of altitude difference. I stayed in Kaikoura for a day, but not to watch whales, but to cycle and walk to the pen-insula. I quickly sketched a nice view from East Head to the bay.

PP: Did the summer come back?

DB: Unexpectedly and contrary to forecasts the wind chang-ed and the afternoons became quite warm. I chose the route along the coast and could enjoy even more views to the sea. But I had to pedal hard again, because the road led away from the sea and steeply into the hills. Three times or even more, I had to crank the Solatrike up. At a construction site with automatic red light I got stuck. As a cyclist you should wait until the last car has passed and join the rear. But it became red again faster than no car came. A tricky situation and I saw myself already here pitching the tent. One of the site workers freed me and guided me through. One last hill up and I had arrived at the camping.

PP: But it was closed.

Christchurch

DB: Another 27km brought me to Chaviot. On the way I met a couple on a tandem carrying a coffin as a trailer. With the coffin they wanted to draw attention to the bad medical care in New Zealand and deposited it as protest at the parliament in Wellington. (Please sign the petition here) On another beautiful and windy day, I rode to Greta Valley, where I spent the afternoon at a sports field watching cricket players. I cannot understand the enthusiasm for this game, because it only made me tired... chr, chr...

PP: Hello wake up and carry on!

DB: I woke up in the middle of autumn. Thick fog enveloped my tent. On the way down to the plain I met a German couple again, who are on their first bike tour and are gaining their first experiences. If they continue to mount all the bags on the rear wheel it is no wonder that the spokes break. In Kaiapoi I was able to park the Solatrike safely in Jane's garage and together we drove to Christchurch to visit Caroline and Nigel, my hosts who are currently house-sitting a house of friends. They have organised everything to get me a place. Before dinner Nigel spontaneously took me on a short canoe trip up the Avon River and back. It is not very wide at this point and partly very shallow.

PP: How has Christchurch changed after the earthquake in 2011?

DB: I hardly recognize it. Admittedly, I can't remember after 22 years. There are only a handful of high-rise buildings left and it rather has the charm of a small town. The wounds of the earthquake are still visible after nine years. Years of conflict prevented the renovation and reconstruction of the cathedral. This cost an enormous amount of money and continues to drive up the cost of restoration the longer they wait. The tower of the cathedral has completely collapsed along with the front. There is a huge hole in the front, where birds fly in and out, which have settled down. The remaining walls have been braced and stabilized with steel cables. By completely removing collapsed houses, open spaces were created, which were converted into parks. Some of them will be covered with new buildings later on.

PP: Where are you accommodated?

I was allowed to spend the first night at Will's place. An Englishman who travelled all the way to New Zealand, mostly by motorbike, despite his fear of flying. He is fascinated by electric vehicles and that's why he invited me. We instantly sympathised and exchanged many stories from our trips. Only the access road to his house was too steep for the Solatrike and with united forces we pushed and pulled it up. He is currently working at the Adventure Park, where he spontaneously took me. From the top station of the chairlift, many mountain bikers dive down the slope on different tracks. You can also fly down through the air by ZIP line. But just the view alone is an experience. The view reaches into the port of Lyttelton in the middle of the Banks Peninsula with the Quail Island in it and over the city to the mountains. Of course, in very good weather even much further. That's why the employees are also lookouts, who can see every fire and report it.

PP: Did you do any repairs on the Solatrike?

Mistakes

DB: When I was at Will's, we replaced a small support plate on the front engine with a new thicker one that doesn't bend anymore. During assembly we had put the chain the wrong way around the tension wheel, which I corrected later.

PP: But this was not your only mistake.

DB: I booked the next few nights in a hostel. When I got there, I had no parking space. The employees assured me that I could inherit a parking space, because somebody drove away the car soon. So, I waited and maneuvered the Sola-trike over the gravel to park backwards. In that time, some-one snatched the parking space right out in front of me. Afterwards I was told to park on the street, because they can't guarantee a parking space. Annoyed I packed my things again and looked for a place to park the Solatrike. In the middle of the city I found a place and stayed there. In this way I paid double for the next nights.

PP: What did you do in Christchurch?

DB: First I could pick up my repaired camera, then I started to plan my further journey. I was totally confused and needed a break. It was good that I saw Tanita again and we roamed the city to visit some sights, like the "185 white chairs", which was built as a temporary memorial for the dead of the earth-quake. I already met Tanita in Sydney and here too we spent a fun day together. Afterwards I visited the art galleries and sat down again for my research. The travel agencies couldn't help me, they only sell packages with return flights, no indivi-dual trips. While filling out the ESTA form for the USA I stumbled over Iran. Because I was there as a tourist, I am not allowed to enter the USA anymore. The only possibility would be to apply for a visa to eventually be able to enter the country. But there is not enough time for that anymore. They should let me out of their politics!

PP: Where through did you want to travel?

Long time invitation

DB: First I wanted to make a stop in Vanuatu from Christ-church and then fly via Hawaii to Vancouver. But now I had to replan everything and fly so that I could avoid the USA. Vanuatu is still on the schedule, after that I will move on to the Solomon Islands and make another stop in the Philippines. Actually, I wanted to go there earlier and so I can make up for it. I spent a lot of time reading out country infor-mation, looking for travel tips and information.

PP: Were you invited again over the weekend?

DB: Already one year ago I was invited, when I drove through the Nullarbor. Biff is a very experienced touring driver herself and has worked in several countries, including Basel.

PP: Biff? Like the Bully from "Back to the Future"?

DB: Yes, exactly the same, only she is the exact opposite and has a huge heart for cyclists. I was allowed to use her address to have spare parts sent to her, only the delivery of a last part takes time and didn't arrive until I was with her. Of course, we exchanged a lot of travel stories and after that I went back to my travel preparations.

PP: How long will you stay in Christchurch?

DB: Until the spare part arrives and I have mounted it. It should arrive in the next few days and I have already found something where I can go to grind it down and drill the mounting holes. After that I still have two months in which I want to go to Lake Tekapo. The distance is not that far and I found out that I even have time to drive to Dunedin. But I already threw away the road maps for this area, because I thought that the time would not be enough. Now I had to buy a new one.

PP: How the repair went and the round trip in the south of New Zealand we will tell in the next blog.

Last minute insertion: A first audio sample of the latest song: "How much" has just been released. See on the left!


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Kommentare: 1
  • #1

    Kurt Hostettler (Sonntag, 02 Februar 2020 17:34)

    Oh ja da han au i no sehr guati Erinnerungen an diese Gegend von Blendheim bis Chist Church, nei no viel mehr. Die ganzi Ost unf West Küste war für mich einmalig. Zudem war ich in Lake te Kapo 3 Tage auf der Hochjagt mit einem Freund aus Lake te Kapo. Auch die Stadt der Adrealin_Sportler in Queenstown war ein Erlebnis. Die Südinsel hat mir sehr gut gefallen, konnte ich auch einige Bergtouren machen und musste nicht immer weiter.
    David, dir wünsche ich weiterhin viel Freude und genug Energie für deine weiterreise.

    Liebe Grüsse aus Klosters
    Kurt