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033 Iran 3

Iran 3

(5. - 14. 9. 2016)

(geschrieben von Flinke Feder am 23. November 2016 redigiert vom grün gefiederten Papageienvogel mit drei Buchstaben; dem Ara)

(Die Red.) Das Reisemagazin „Leise Reisen„ fährt fort mit dem Schlussbericht der Reise des Solatrikes durch den Iran.

Flinke Feder (FF): Hast Du eigentlich auch einige Abstecher in die Gegend gemacht?

Iran 3

(September 5. - 14. 2016)

(Written by Power Pen on November 23, 2016 edited of the Green-feathered Parrot bird Macaw)

(Editorial) The travel magazine "Gravel travel" continues with the final report of the Solatrike II journey through Iran.

Power Pen (PP): Did you actually do some excursion in the area?


David Brandenberger (DB): Sehr wenig. Ich folgte einmal einer Abzweigung von der Hauptstrasse in ein hügeliges Gebiet und konnte da mit einigen Spaziergängen schöne Ausblicke in die Halbwüste geniessen. Bis Bojnurd steigt die Strasse eine endlose Zeit hoch und der Pass will richtig ver-dient werden. Dafür ruhte ich mich in Bojnurd einen Tag lang aus und erledigte aufgestaute Arbeit, ja Blog!!! Als ich bei Milad und Shiva, zwei Pioniere in der Warmshower-community (Gastgeber für Fahrradreisende), die Türe öffnete begegnete mir Harry der Taiwanese. Wenige Stunden bevor ich in Gonbad bei Shafi eintraf war er kurz bei ihm zu Gast. So konnte ich ihn nach einigen Tagen kennen lernen.

FF: Du lernst aber viele spannende Leute kennen.

DB: Das ist auch das interessante an dieser Art zu reisen; die vielen speziellen Leute welche ich treffe dabei. Einer war mein nächster Gastgeber in Shirvan. Sirous ist ein richtiger Schwamm und saugt alle Informationen, die er kriegt auf. Er möchte alles wissen, leider musste er an diesem Abend ar-beiten, doch schickte er einige seiner Freunde vorbei und so konnte ich mich mit weiteren Leuten austauschen. Wenn möglich geniesse ich es aber auch meine Mittagspause weg vom Verkehr und alleine zu verbringen. Der Verkehr ist recht mühsam und die Iraner fahren, wie die Verrückten. Als wenn auf offener Strasse ein casting für „The Fast and the Furious (Die Schnellen und die Wilden) ausgeschrieben wäre. Da ist eine Pause etwas Abseits eine Wohltat. Doch alleine ist man auch dann nicht und es ist kein Wunder, wenn man mit Brot und frischem Käse bestückt weiter fährt. In Quchan hatte ich wieder einen sehr interessanten Gastgeber; Misagh ist ge-rade zwischen zwei Studienzeiten und auf dem Sprung zurück nach Hause in Rasht. Das Trike konnte ich bei seinem Kolle-gen Mohammed in der Garage unterbringen. Am Abend fuhren wir dann für die Aussicht auf die Stadt zum Aussichts-hügel hoch, bis wir alle froren. Quchan ist der Kühlschrank Irans und im September schon ziemlich kühl.

FF: Es war dann nicht mehr weit nach Mashhad, Deinem Schlusspunkt im Iran.

DB: Für iranische Verhältnisse war es nicht weit, doch schon noch etwas mehr, als hundert Kilometer. Normalerweise kein Problem, doch ich hatte ziemlichen Gegenwind und kam im Schnitt nicht mehr, als 20km/h voran. Dazu stieg die Strasse auch stetig an bis auf 1400m. Das Gefälle danach merkte ich bei dem Wind auch nicht. Ein paar schöne Ausblicke zu den Bergen liess die monotone Strecke etwas erträglicher wer-den. Doch bei 40km vor Mashhad vernahm ich ein sonder-bares Geräusch. Beim näheren hinsehen entdeckte ich, dass nun die Achse, welche ich in Aserbaidschan ersetzte, wieder gebrochen war. Das Rad hängte nun schief drin, aber drehte noch. Ich versuchte so weiter zu fahren, doch das kostete viel Energie von mir und seitens der Batterie. Die Sonne ging nächstens unter und ich musste im Dunkeln weiter kriechen durch den Verkehr, der immer stärker wurde. Schlussendlich fuhr ich ohne Motor doch Mashhad wollte nicht näher kommen. Völlig entkräftet hatte ich mich um 20.00 Uhr auf einen Parkplatz geschleppt. Ich habe dann meinen nächsten Gastgeber angerufen, der kam nach einer halben Stunde und hat mich durch die Stadt abgeschleppt.

FF: Mashhad war Deine Endstation. Hattest Du auch etwas von der Stadt gesehen?

DB: Das war nicht einfach neben allem organisatorischen. Doch die berühmte Sehenswürdigkeit wollte ich auch sehen. Das war der Heilige Schrein des Imam Reza. Nur war das Be-treten für Touristen nur mit Führer möglich und keine Fotos im Inneren erlaubt. Naja ich musste den Schrein auch nicht von Nahem sehen, ausserdem habe ich für Personenverehrung sowieso nichts übrig. Die Personenverehrung ist, soviel ich glaube zu wissen, auch im Islam nicht üblich. Trotzdem ist das hier ein Pilgerort. Aber wir haben im Christentum ja auch viel Personenverehrung, denkt man an die vielen Heiligen. Nur geht mich das beides nichts an, bin schliesslich nicht umsonst Reformiert. Lange Ausführung, kurzer Sinn: ich blieb draussen, habe mich da auf ein Mäuerchen installiert und die schön verzierte Architektur skizziert. Bei meinem Rundgang um den Komplex hatten mich übereifrige Wächter aufgegriffen und mich zum Telefon zitiert. Am anderen Ende der Leitung hat ein Beamter, sehr wahrscheinlich mit den Füssen auf dem Tisch, mir zu verstehen gegeben, dass im Umkreis von einem Kilometer das Fotografieren verboten sei. Solche Regeln werden hier allzu schnell aus dem Ärmel geschüttelt, das kann der gar nicht kontrollieren. Also wünschte ich ihm einen schönen Tag und fing ausser Reichweite dieser Wärter wieder an zu fotografieren. Ein Touristenführer hat mir auch bestätigt, dass diese Aussage Humbug sei und nur innerhalb Fotografie verbot herrsche. Das kann ich auch begreifen. (Gewisse Fotografen bekommen natürlich eine Sondererlaubnis, dazu gehört er nicht).

FF: Was wurde aus der gebrochenen Achse?

DB: Die haben wir einem Mechaniker gegeben, der mir drei neue Achsen fertigte. Beim einbauen der Achse drehte die Mutter durch, das heisst, die Achse war etwas zu klein. Meine Freunde versicherten mir, dass es sich um die Mutter handeln musste. Komischerweise drehte sie aber auf der anderen Seite bei der Originalachse nicht durch. Ach ja, ich habe vergessen, dass die präzisesten Uhren auch aus dem Iran kommen. Bei der zweiten Achse, die wir dann einbauten, war natürlich dasselbe Problem, also zogen wir die Muttern nicht so fest an.

FF: Das war aber alles umsonst.

DB: An diesem Tage nahm ich auch an, dass ich noch einen Transport auf dem Landweg nach Usbekistan finden könnte. Doch ich konnte ja nicht wissen, was mein Gastgeber unbe-dingt wollte. Ich hatte ihn extra zwei Wochen vor meiner An-kunft angeschrieben und gebeten ein Transport zu suchen. Aber erst als ich angekommen war hat er begonnen sich darum zu kümmern und gemeint er kenne da jemanden. Der hat allerdings nicht geantwortet und dann war Wochen-ende. Mir lief die Zeit davon und am Tag meines Fluges hatte ich am Morgen immer noch keinen Transport. Mein Gast-geber wollte nämlich, dass ich nur das Trike per Luftfracht schicke und den Trailer hier lasse. Es koste nur ungefähr 300$. Ein einziges Transportunternehmen, welches das Ganze transportieren würde, hatten wir zwar unterdessen auch ge-funden. Dies hätte allerdings 2000$ gekostet und mein Gast-geber wollte das unter keinen Umständen. Er meinte es sei zu unsicher. Ich konnte also gar nicht anders und musste mich fügen. Also demontierte ich alle Solarpanels und alles, was ich in der kurzen Zeit mit dem wenigen Werkzeug, das mir zur Verfügung stand, noch konnte. Gab Anweisungen, was alles noch demontiert und verpackt werden sollte und wir fuhren zum Flughafen.

FF: Dann war ja alles gut.

DB: Das hatte ich zwar gedacht, doch ich hatte auch ein sonderbares Gefühl und dies lässt mich nie im Stich. Nach ein paar Tagen fragte ich nach wie und wann das Trike ge-schickt wird, hatte auch eine Adresse in Tashkent organisiert. Das Verschicken koste nun 900$, also musste ich noch 600$ zusätzlich überweisen (in den Iran Geld überweisen ist eine eigene Geschichte, welche wir hier nun ausblenden). Nach weiteren Tagen kam die Antwort, dass nun die definitive Rechnung für den Transport und die Transportbox 1700$ sei. Auch diese Differenz zahlte ich, zwar mit einem Murren. Schlussendlich war aber noch ein weiterer Betrag wegen dem Umrechnungskursverlust fällig. Meine Kosten beliefen sich am Ende auf 2000$ nur für das Trike zu schicken. Dazu musste ich noch einen neuen Anhänger bauen lassen, der auch nicht gratis ist. Wie viel hätte der Transport per LKW gekostet für ALLES?

FF: 2000$!!

DB: Eben! Mein Gastgeber in Mashhad begriff nicht, dass ich dann ziemlich sauer wurde und gar nicht Freude am Aus-gang der Geschichte hatte.

FF: Wenn Du von Ausgang der Geschichte sprichst, machen wir hier auch gleich Schluss und überlassen die Geschichten aus Usbekistan dem nächsten Blog. Was nun alle brennend interessiert ist: Wann fliegst Du wieder nach Hause?

DB: Ich habe unterdessen in Bischkek (Kirgisistan) mein Trike und Trailer winterfest verstaut, einige Ausflüge gemacht, die ich später erzählen werde und einen Flug gebucht für meine Winterpause in der Schweiz. Mein Flug geht am Samstag 26.11.2016 und ich werde um 13.25 in Zürich landen.

FF: Dann wünschen wir Dir noch einen schönen Flug!

DB: Danke aber ihr kommt auch mit!

FF: Wir haben aber keinen Flug gebucht!

DB: Braucht ihr auch nicht, für Euch habe ich immer noch Platz in meinem Kopf.

RS: He, Du Schlaumeier! Nimmst Du mich auch mit?

DB: Natürlich Rucksack kommst Du auch mit, vollgestopft und in den Laderaum des Fliegers verstaut.

RS: Ja, ja, ich muss natürlich in den Laderaum und der kleine Rucksack darf mit in den Passagierraum! Das ist doch eine Zensuriertar Zensuriertsc Zensurierth!

DB: Du bist auch Gepäck und kein Handgepäck, beschwer Dich nicht! Du konntest ja auch in der letzten Zeit etwas reisen. Nun machen wir aber Schluss und ich freue mich auf viele Verwandte und Freunde wieder zu sehen!

David Brandenberger (DB): Not much. I once followed a turn-off from the main road in a hilly area and here I could enjoy beautiful views in the semi-desert at some walks. Until Bojnurd, the road climbs up an endless time and the pass will be earned properly. I rested for a day in Bojnurd and did some pending work, yes blog! When I opened the door at Milad and Shiva, two pioneers in the Warmshowers-community (host for bike travelers), I met Harry the Taiwanese. A few hours before I arrived in Gonbad he was short guest at Shafi. So I could meet him after a few days.

PP: You meet a lot of interesting people.

DB: That's also what's interesting about this way of travel; the many special people that I meet on the way. One was my next host in Shirvan. Sirous is a real sponge and soaks up all the information he can get. He wants to know everything, unfortunately, he had to work that night, but he sent some of his friends over and so I could discuss with other interesting people. If possible I enjoy my lunch break also away from the traffic and to spend it alone. The traffic is quite cumbersome and the Iranians drive like madmen. It seems as if there would be a casting for “The Fast and the Furious” in public streets. There, a break is a boon a bit offside. But even then you can-not be alone and it is no wonder, if you drive further equipp-ed with bread and fresh cheese. In Quchan, again, I had a very interesting host; Misagh is just between two periods of his study and on the go back home in Rasht. I could accommo-date the Trike in the garage at his colleague Mohammed. In the evening we drove up then for views of the city to the prospect Hill, until we all froze. Quchan is Iran's refrigerator and already pretty cool in September.

PP: It was then not far until Mashhad, your final point in Iran.

DB: For Iranian standards it was not far, but still something more than a hundred kilometers. Normally no problem, but I had some headwinds and I came not more than 20 km/h forward in average. The road rises also steadily up to 1400m. After that I did not notice the downhill because of the wind. A few nice views to the mountains made the monotone road somewhat tolerable. But at 40km away from Mashhad, I heard a weird noise. As I looked closer I discovered that now the axis which I replaced in Azerbaijan was broken again. The wheel hung now crooked in, but still turned. I tried to continue, but it cost a lot of energy from me and from the battery. The Sun went down soon and I had to continue crawling in the dark through traffic, which was getting heavier. Finally, I drove without motor but Mashhad didn’t want to come closer. Completely invalidated I had dragged me and the Trike on a parking lot around 20.00h. I then called my next host, who came after half an hour and has towed me through the city.

PP: Mashhad was your last stop. Did you see some of the city?

DB: This was not easy in addition to all organizational stuff. But I also wanted to see the famous landmark. That was the Holy Shrine of Imam Reza. Unfortunately it was allowed to enter for tourists only with guide and no photos inside. Well I didn’t have to see the shrine up close; also I’m not into person wor-ship anyway. The person worship is not common even in Islam, as much as I think I know. Nevertheless, this is a place of pilgrimage. But we have too much person worship in Christianity as well, when you think of the many saints. But both don’t bother me at all, I am finally not reformed for nothing. To cut a long story short: I stayed out there, installed me on a low wall and sketched the beautifully decorated architecture. On my walk around the complex overzealous guards picked me up, and quoted me to the phone. At the other end of the line, a civil servant, very likely with his feet on the table, told me that photography is prohibited within a radius of one kilometer. He came up with that rule just like that and that’s very common here. I mean he cannot control that. So, I wished him a good day and again began to photograph out of the reach of this guard. A tourist guide has also confirmed that this statement is bogus and banned; only inside is photography forbidden. I can also understand that. (Certain photographers get special permission of course, David is not included).

PP: What became of the broken axle?

DB: We have given that to a mechanic, which made three new axles for me. As we installed the axle the screw thread was stripped, the axle was a bit too small. My friends assured me that it had to be the screw nut. Funnily enough but on the other hand at the original axle it could be fixed. Oh yes, I for-got that the most accurate watches come from Iran. The second axle, which we then built in, had the same problem of course, so we tightened the nuts not so tight.

PP: It was all for nothing.

DB: This day I assumed also that I could find even a transport by road to Uzbekistan. But I could not know what my host wanted in real. I wrote him extra two weeks before my arrival and asked to search for a transport. But only when I arrived he started worrying about and meant he knew somebody there. But this one did not respond, and then was weekend. The time ran out and in the morning on the day of my flight, I still had not transport. My host wanted, namely, that I send only the Trike by air cargo, leaving the trailer here. It would cost only about $300. Meanwhile we found a single transport company, which would carry the whole also. This would how-

ever cost $2000 and my host didn’t want that under any circumstances. He said it was too unsecure. I couldn’t do anything; he was urging me for the air cargo. So I disassem-bled all the solar panels and everything I could in the short time with the few tool that was available. I gave instructions, what should be dismantled and packed as well and we drove to the airport.

PP: Then everything was good.

DB: I had thought that though, but I had a weird feeling and that never let me down. After a few days I asked how and when the Trike will be sent, I had also organized an address in Tashkent. The answer was that sending all costs is now $900, so I had to have transfer $600 in addition (money transfer to Iran is its own story, which we here now hide). After days, the answer came that now the final bill for the transport and the transport box was $1700. I paid this difference though with a grumbling. Finally, but still a further amount due to the loss of the exchange rate was to pay. My costs amounted to the end of $2000 to send only the Trike. Still I had to build yet a new trailer, which is not free. How much would have cost the transport by truck for EVERYTHING?

PP: $2000!

DB: Exactly! My host in Mashhad did not realize that I was then very upset and not enjoyed the end of the story.

PP: By talking about the end of the story, let's also end this story and leave the stories of Uzbekistan to the next blog. What everyone is dying to know: when are you going back home?

DB: Meanwhile I have stowed winter proof my Trike and trailer in Bishkek (Kyrgyzstan), made some trips, which I will tell later and booked a flight for my winter break in Switzerland. My flight is on Saturday November 26. 2016 and I'll land at 13.25 in Zurich.

PP: Then we wish you a nice flight!

DB: Thanks guys but you come with too!

PP: But we haven’t booked a flight!

DB: You don't need one, for you, I still have space in my head.

BP: Hey, you smarty-pants! Do you take me with as well?

DB: Of course backpack you come with too crammed and stowed in the cargo hold of the plane.

BP: It was bound to happen I must of course be stowed in the cargo hold, and the small backpack may be in the pass-

enger compartment. That really sCensoreducCensoredks!

DB: You're luggage and not a carry-on, do not complain! You could travel somewhat in recent times. Now we take this to an end and I look forward to see again many relatives and friends!

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