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019 Griechenland 1 - Greece 1

Griechenland 1

(geschrieben von Flinke Feder am 30. Januar 2016 redigiert vom grün gefiederten Papageienvogel mit drei Buchstaben; dem Ara)

(Die Red.) Kurz bevor unser hervorragender Starreporter Flinke Feder die Wette gewann, hat sich soeben der Bericht über Griechenland eingefunden in der Redaktion des Reise-magazins „Leise Reisen„.

Flinke Feder(FF): Du kannst wohl auch nie verlieren?

Greece 1

(Written by Power Pen on January 30. 2016. Edited of the green-feathered Parrot bird macaw)

(Editorial) Short before our outstanding star reporter Power Pen won the bet, the report on Greece has just been in the Editorial Office of the magazine "Gravel travel".

Power Pen (PP): You want also never lose the bet?


David Brandenberger(DB): Wieso? Ich verliere ja ständig, aber diese Wette wollte ich irgendwie nicht verlieren.

FF: Gewinnen kannst Du damit ja auch nichts.

DB: Ich weiss, aber irgendwo war wohl noch ein bisschen Ehrgeiz versteckt, das nun heraus gekommen ist.

FF: Du hast sonst schon ehrgeizige Ziele, wenn man nur Deine Fernziele China, Australien und sogar Amerika in Betracht zieht.

DB: Das sind wie gesagt Fernziele; die muss ich nicht gleich im ersten Anlauf oder gar ohne Unterbruch erreichen. Schön wär es schon, aber da bleibe ich flexibel. Wenn es nicht klappt, dann halt nicht. Ich fahre immer noch mit der Devise: So lange es geht und Gott will.

FF: Dein erstes Ziel Griechenland hast Du nun erreicht und beim Schreiben dieses Interviews sogar schon durchfahren.

DB: Das war mein erstes Ziel bis im Winter in Griechenland zu sein und dann weiter schauen.

FF: Nun bist Du unseren geschätzten Lesern von “Leise Reisen„ noch eine Antwort schuldig: Wie war das mit der Türkischen Grenzpolizei? Ich dachte Du wärst nach Griechen-

land eingereist?

DB: Bin ich ja auch, doch am selben Tag bin ich wieder aus Griechenland in die Türkei weiter gereist.

FF: Aber Du warst ja danach in Griechenland. Jetzt versteh‘ ich das nicht.

DB: Bevor ich nach Griechenland reiste, machte ich noch einen kleinen Abstecher nach Edirne in der Türkei. Das lag sozusagen am Weg und war eine schöne Erfahrung die Türkei zu schnuppern.

FF: Du warst aber schon mal in der Türkei.

DB: Das war 2009, als ich auf dem Weg von Jordanien einen verlängerten Zwischenstopp in Istanbul machte. Diesmal bin ich für ein paar Tage in Edirne gewesen und konnte die türkische Gastfreundschaft geniessen. Bei Leuten, die einen Fahrradladen betreiben konnte ich unterkommen und es gab jeden Abend Essen und Unterhaltung auf dem Balkon. Dabei wurde auch Musik gespielt mit der Saz (einer türkischen Art der Bouzouki). Fotos sind natürlich auch schon unter „Türkei“ und "Musikfotos" eingereiht.

FF: Wie war das nun mit der Türkischen Grenzpolizei?

DB: Als ich wieder zurück nach Griechenland fuhr, gelangte ich an den Grenzposten. Das ist Militärisches Sperrgebiet und Fotografieren ist streng verboten. Ich bog da zu den Zöllnern ein und die hatten so eine Freude an meinem Gefährt, dass alle Sieben ihre Handys hervor kramten um Fotos zu machen. Ich hab dann auf das Schild verwiesen wo „No Photo“ (Kein Foto) drauf steht, was die Stimmung noch mehr erheiterte. Leider konnte ich ja kein Foto von dem Bild machen was sich mir bot: Sieben Zöllner vor mir mit ihren Telefonen.

FF: Wenn das immer so lustig zu und her geht an der Grenz-kontrolle kann das ja noch heiter werden.

DB: Da bin ich skeptisch, denn ab Aserbaidschan muss ich Visa beantragen, das wird dann eher mühsam. Doch erst muss ich bis dorthin kommen.

FF: Du hast es jedenfalls schon bis nach Griechenland geschafft. Wie viele Kilometer hast Du nun abgespult?

DB: In Griechenland fiel zuerst die 6000 Kilometer Marke und dann kurz vor Weihnachten 7000 Kilometer. (Bei Drucklegung war der Stand bei 7700km).

FF: Ara wir sind nur noch Online, da kannst Du nicht ‚Drucklegung‘ schreiben, besser wäre Veröffentlichung.

ARA: So heisst es nun mal offiziell, aber wenn Du es besser wissen willst, von mir aus.

FF: Das sind ja die 7000 Kilometer, welche das Czech Solar Team von Frankreich nach Kasachstan gemacht hatte.

DB: Nun es sind nicht genau dieselben 7000 Kilometer und ich bin auch noch nicht in Kasachstan. Dennoch bin ich selbst erstaunt, dass ich es überhaupt soweit geschafft habe mit dem „vielen Müll“ den ich mitschleppe, wie es Honza Galla, der Erbauer des Trikes, einmal in einem post genannt hatte. Erst mal bin ich  ziemlich froh, dass ich die 7000 Kilometer geschafft habe, dennoch frage mich schon, wann es zu Ende geht.

FF: Wieso?

DB: Irgendwann fällt vielleicht alles auseinander oder die Reise ist aus sonst welchen Gründen zu Ende. Irgendwann kommt eine Grenze, wo alles aufhört, jedoch bis dann fahre ich weiter.

FF: Aber das Czech Solar Team war viel schneller von Frankreich nach Kasachstan gefahren.

DB: Das schon und sie sind auch sportlicher als ich, nur mache ich aber auch kein Rennen. Mir geht es in erster Linie darum eine Reise zu machen, zu fotografieren und das Solatrike ist eigentlich nur ein Mittel zur Fortbewegung mit dem ich meinen Müll durch die Gegend bewege.

FF: Eine Frage wollte ich eigentlich schon zu Rumänien und Bulgarien stellen, hatte sie aber immer wieder vergessen…

DB: …und sowas nennt sich „hervorragender Starreporter“!

FF: Na hör mal! Ich entspringe ja aus Deiner Fantasie, wenn ich was vergesse liegt das klar an Dir.

DB: Also welche Frage hast DU nun vergessen?

FF: Wie ist es in den Städten zu fahren mit dem Solatrike?

DB: In die grossen Städte, wie Bukarest, versuchte ich gar nicht rein zu fahren. Aber sonst ist es eigentlich noch ganz einfach. Da in Rumänien und Bulgarien die Autofahrer prinzipiell auf der Überholspur fahren, bleibt die ganze rechte Spur für mich übrig. In Griechenland sieht das schon wieder anders aus. Hier ist nämlich die rechte Spur zugeparkt. Was bei uns ein Halteverbotsschild ist (Blauer Grund mit rotem Rand und durchgekreuzt), ist in Griechenland wohl ein Parkschild. Wenn da schon ein Auto steht wird auch in zweiter Reihe geparkt – egal wo. Schilder werden hier grosszügig ignoriert.

FF: Was hast Du denn sonst noch für Impressionen von Griechenland. Erzähl doch einmal der Reihe nach.

DB: Also am Anfang: Als ich in Griechenland einfuhr bin ich schlagartig gealtert.

FF: Wie denn?

DB: Ich hatte immer gesagt, dass ich nach Griechenland reisen kann, wenn ich alt bin. Also bin ich nun alt.

FF: Was war Dein erster Eindruck?

DB: Die Strasse, welche ich erwischte war gut ausgebaut, jedoch blies so ein starker Gegenwind, dass ich mich gleich wieder in Patagonien wähnte. Ich kam nur schleppend voran, auch wenn ich im Liegerad keine grosse Angriffsfläche biete. Dann fuhr ich durch das erste Dorf – alle Läden ge-schlossen. Hoppla, ist die Krise so heftig, dachte ich. Aber als ich dann am Abend durch den Ort lief, war alles wieder offen. Das mit der langen Siesta über den Nachmittag behalten sie auch im Winter bei und ist etwas gewöhnungs-bedürftig. Es haben nicht alle Läden dieselben Öffnungs-zeiten und Banken nur am Morgen offen. Die Sehenswürdig-keiten schliessen dafür im Winter um 15.00 Uhr und wann die Griechen essen habe ich noch nicht heraus gefunden. Ich glaube sie essen nur über Mittag ein Gyros (griechischer Döner) und danach sieht man sie nur noch in den unzähligen Cafés sitzen. Ich weiss nun wieso die Philosophen aus Griechenland kommen.

FF: Du bist kein Grieche, sondern auf der Reise hier. Wo führte Dein Weg durch?

DB: Ich kam über Soufli nach Alexandroupoli und gelangte über einen ersten Pass nach Komotini. Ein paar Sehens-würdigkeiten der Stadt habe ich auf dem Weg mit dem Solatrike angeschaut, als mich eine Reporterin auf der Strasse anhielt für ein kurzes Interview.

FF: Schon wieder? Das wird langsam lästig! Aber für mich hast Du keine Zeit!

DB: Es wird noch besser, wart ab. Vor lauter Interview hatte ich ganz vergessen, dass die 6000 km fällig waren, erst 13 km weiter auf dem Weg habe ich es realisiert. Jedenfalls fuhr ich weiter nach Xanthi, wo ich mein Trike über Nacht im Schau-fenster unterbringen konnte. (Ein leer stehender Geschäfts-raum neben dem Hotel). Auf dem Weg nach Kavala traf ich einen Japaner, der schon quer durch die Staaten geradelt war und nun von Lissabon nach Istanbul unterwegs war. Was für eine Leistung! Kurz darauf traf ich Lydia aus Holland, welche auch nach Istanbul unterwegs war, aber danach noch nach China weiter will. Sie wolle in Lesbos bei den Flüchtlingen helfen und später in die Südtürkei. Es wäre ein grosser Zufall, wenn wir uns wieder treffen würden, da wir dieselbe Strecke fahren könnten.

FF: Ihr könnt doch einen Ort bestimmen, wo ihr euch trifft.

DB: Ich habe ihre Kontaktadresse aber nicht.

FF: (zu sich selber) Ach ist der blöd! Wie fuhrst Du weiter?

DB: Ganz niedergeschlagen, dass ich so blöd war und vergass nach ihrer Mailadresse zu fragen.

FF: (wieder zu sich selber) Der kann wohl Gedanken lesen. Ich meine; wo fuhrst Du weiter?

DB: Von Kavala aus führte der Weg ziemlich steil die Küste hoch und oben auf dem Berg hinten wieder runter. Ich be-suchte die Ausgrabungsstätte in Philippi, wo einst Paulus durch die Strassen schlenderte und predigte. Um seinen Freunden Unterstützung zu geben schrieb er danach den Philipperbrief. Ich aber fuhr in ein Drama.

FF: Was war so schlimm?

DB: Ich hatte mich in Drama heillos verfahren, fand schluss-endlich doch die Unterkunft meines ersten Gastgebers von Couchsurfing. Leider war er schon wieder weg bei der Arbeit und am Abend hatte er auch einen Einsatz bei einem sozialen Kino (ähnlich wie der Kulturschuppen in Klosters). Jedoch seine Wohnpartnerin war zu Hause und mit ihr hatte ich spannende Diskussionen. Aus dem Stegreif habe ich ihr auch noch meine Südamerikapräsentation gezeigt. Ohne Ton und Musik leider, aber ihr hat es dennoch gefallen. Nach einem Tipp von meinem Gastgeber Christos besuchte ich auf dem weiteren Weg die Tropfsteinhöhle in Alistrati. Leider ist dort fotografieren verboten – warum auch immer. Aber es war eine willkommene Abwechslung im sonst verregneten Tag. Die Höhle war ja auch in einem Hügel, auf den ich erst hinauffahren musste – im Regen. Danach wieder ein Stück zurück auf den Hügel und anschliessend hinunter und wieder stetig hinauf auf dieselbe Höhe. Weiter durch den Regen führte es eine endlose Strasse runter nach Serres. Es waren die verregnetesten 80 Kilometer bis jetzt. In Serres konnte ich ein weiteres Mal Couchsurfen, bzw. das Bett vom Gastgeber Damian benutzen und er schlief lieber auf der Matratze. Das Solatrike hatten wir zu den anderen Fahrrädern im Treppen-haus versorgt und mein ganzes Gepäck in seine kleine Einzimmerwohnung getragen. Da konnte ich mich etwas erholen, das Trike und Wäsche waschen und viele lange und lustige Diskussionen mit dem Studenten Damian führen. Am Sonntag war der Weltweite Klima Tag und auch in Serres war eine Demonstration angekündigt, welche im Vorfeld der Klimakonferenz weltweit organisiert wurde. Zur Unterstützung und auch als Gedankenansporn fuhr ich mit dem Solatrike hin und Damian führte mich zu Fuss. Nur war auf dem Platz gar nichts los – Keine Kundgebung, nicht einmal ein Plakat. Enttäuscht stellte ich aber trotzdem das Solatrike mitten auf den Platz. Es kamen ein paar Leute und fragten was das sei, Damian hat dann übersetzt. Ein TV-Team, welches auch die Kundgebung dokumentieren wollte und auch niemanden fand fing dafür an mein Solatrike zu filmen und ich konnte noch ein kurzes Interview geben. Das Material wurde dann zusammengeschnitten und im lokalen Sender ausgestrahlt.

FF: Jetzt wirst Du auch noch Fernsehstar!

DB: Das auch wieder nicht, aber es ist schon etwas mehr, als im Tschechischen Fernsehen.

FF: Was wurde aus der Kundgebung?

DB: Nach einer Stunde brachen wir wieder auf und an der nächsten Ecke standen ein paar Leute mit einem provi-sorischen Tisch und ein paar Stühlen, inklusive des Plakats etwas verloren herum. Als Blickfang stellten wir das Solatrike mitten in den Weg und konnten so dennoch ein paar Passanten auf den Klima Tag aufmerksam machen, damit sie die Petition unterschrieben.

FF: Brachten die wenigen Nasen was?

DB: Über 785000 Leute in über 2300 verschiedenen Kundge-bungen aus 175 Ländern machte daraus den grössten Welt Klima Tag der Geschichte. Das konnte nicht überhört werden und die Klimakonferenz sprach sich für eine Wende aus. Ja, die paar Nasen brachten schon was. Wie es dann umgesetzt wird ist eine andere Geschichte. Aber die Welt hat den Führern der Nationen gezeigt, dass ihnen das Klima nicht egal ist und wenn wir nicht bald einlenken wir mit den Aus-wirkungen noch viel grössere Probleme bekommen. Bei höherem Meeresspiegel stehen dann die Holländer mit ihren Wohnwagen bei uns im Garten. Spass beiseite, die Holländer wären das kleinste „Problem“.

FF: Die Natur liegt Dir besonders am Herzen, darum fuhrst Du auch zum Kerkini See, dem besonderen Vogelparadies.

DB: Das Paradoxe ist ja, dass der Kerkini See ein künstlicher Stausee ist und trotzdem zieht er Vögel in Scharen an, welche wiederum andere Tiere anlocken und eine eigene Fauna schafft. Der Fischreichtum im See ködert nicht nur Vögel sondern auch die einheimischen Fischer und die wollen am liebsten keine Vögel, welche ihnen den Fisch streitig machen.

Vom See strampelte ich einen Pass hoch bis fast an die Grenze zu Mazedonien und anschliessend eine nicht enden wollende Strasse entlang. Kurz von Kilkis galt es noch einen Hügel zu überqueren und auch die Kleinstadt ist am Hang gebaut. Trotz der 80 Kilometer reichte es mir gerade noch, um das kleine Archäologische Museum anzuschauen. Die Nacht surfte ich auf einer weiteren Couch bei Anesti. Bei ihm durfte ich etwas meine eingerostete Fingertechnik auf seiner Gitarre üben und sogar Bouzouki spielen. Naja, Blues auf der Bouzouki klingt etwas sonderbar. Anesti spielt sie natürlich viel besser. Eine schöne Strasse etwas abseits der Schnellstrasse hatte ich erwischt bevor ich in die Grossstadt Thessaloniki einfuhr.  Doch Saloniki, wie sie die Griechen nennen, kam mir ziemlich quer rein und ich konnte mich nicht anfreunden mit der Stadt. Eigentlich plante ich dort ein paar Tage Pause zu machen, doch das verschob ich auf später. Ich war dann wieder auf den Spuren von Paulus unterwegs in der Römischen Agora. Für die Gemeinde in Thessalonich hatte er sogar gleich zwei Briefe geschrieben. Da ich die schon ein paar Mal gelesen habe wählte ich verschiedene Sehens-würdigkeiten aus, welche ich besuchte. Ein paar Kirchen aus verschiedenen Epochen, Osmanische Gebäude, die Stadtmauer, einen Wehrturm…

FF… von welchem Du einen Zeitrafferfilm herstelltest.

DB: äh, genau ich habe auch in Kerkini einen gemacht vom Sonnenauf- und –Untergang. Äh, wo war ich?

FF: Auf dem Wehrturm.

DB: Weiter besuchte ich das archäologische Museum und noch eine Fotoausstellung. Es gäbe noch viel mehr Kirchen und so weiter anzuschauen, aber mit der Zeit sehen alle Kirchen gleich aus und ich wollte weiter, raus aus der Stadt. Nur das war nicht so einfach. Ich hatte mir zwar den Weg eingeprägt, aber in Natura sieht es dann wieder anders aus und ich habe fast nicht mehr aus der Stadt hinaus gefunden. Irgendwie landete ich dennoch auf dem richtigen Weg und hatte mich neben einer Apfelplantage zum Mittagessen hingesetzt. Kaum gesessen, kamen Dimitros und Fotis aus der Plantage und füllten einen ganzen Sack voll Äpfel für mich ab – einfach so. Nun hatte ich Äpfel für die nächsten Wochen. In Vergina habe ich mir die Grabanlagen von Philip II und weitere Ausgrabungen angeschaut, den Anhänger geputzt und die vorderen Schutzbleche vom Solatrike gestryped, damit es im Verkehr besser auffällt.

FF: Du meinst mit „gestryped“; schwarz-gelb gestreift. (In Anlehnung an Stryper)

DB: Genau, die Schutzbleche sind schon schwarz, da brauchte ich nur gelbes Klebeband.

FF: Auf der weiteren Fahrt bist Du noch anderen Reisenden begegnet.

DB: Nach einer Berg und Talfahrt hatte ich an der Küste mir ein schönes Plätzchen für die Mittagsrast ausgesucht und da kam ein Belgisch-Brasilianisches Paar vorbei. Sie fahren mit einem uralten VW-Transporter herum und sparen sich dafür die Unterkunft. Bevor ich in meine Unterkunft weiter fuhr habe ich mir noch das alte Pydna angeschaut. Eine kleine aber sehr schöne Ausgrabungsstädte mit Gratis Führung inklusive. Leider habe ich mit Katerini Paralia eine schlechte Wahl getroffen. Der ganze Ort gefiel mir nicht, ich hatte keinen Internetzugang im Zimmer und der Touristenort ist im Winter ausgestorben. An der Hauptstrasse ist ein Pelzladen am Anderen – Widerlich! Die nächste Unterkunft in Limani Litochorou oder Gritsa beim Summit Zero Hostel war viel besser. Auf dem Weg dahin besuchte ich noch die Archä-ologische Ausgrabungsstätte von Dion. Die war so gross, dass ich gleich am nächsten Tag nochmals hin musste für den zweiten Teil. Eine sehr schöne Anlage obwohl auch hier, wie in vielen Orten in Griechenland, einige Teile wieder zuge-wachsen sind. Aber die Hauptattraktionen werden noch einigermassen in Schuss gehalten. Einige Statuenkopien peppen die sonst trockenen Mauern etwas auf. Die Originale stehen im Museum des gleichnamigen Dorfes. Ich habe mir in Gritsa einige Tage frei genommen, um an meinen Fotos weiter zu arbeiten und auch noch die Kette vom Trike zu reinigen, das musste auch mal wieder sein.

FF: Du bist demnach immer wieder am reinigen Deines Solatrikes?

DB: Natürlich bräuchte es mehr Pflege, als ich mache, aber ab und zu muss es halt sein.

FF: Vom Hostel aus hast Du auch Zeitrafferfilme gemacht.

DB: Sozusagen im Schlaf. Ich habe die Kamera frühmorgens hinaus gestellt, eingeschalten und bin wieder ins Bett. Den Rest kann die Kamera selber machen. Nachher muss ich dafür die Filme  zusammenstellen, Musik einfügen und beschriften, das ist auch wieder eine Arbeit für sich.

FF: Nach diesen paar Tagen hattest Du wieder eine lange Strecke vor Dir.

DB: Die wäre nicht so lange gewesen, wenn ich mich nicht zweimal verfahren hätte. Erst habe ich mich in einem Delta verirrt und einen unnötigen Umweg gefahren und dann erwischte ich eine falsche Abzweigung. Diese Strasse führte in Serpentinen immer höher hinauf. Bei 290 Höhenmetern beschloss ich an einem hübschen Wasserfall meine Mittags-pause zu machen. Ich gelangte dann zum Bergdorf Karitsa mit einer schönen Aussicht auf die Küste, aber ich hätte auch unten durch gekonnt. Naja, so habe ich wenigstens wieder schöne Fotos eines Wasserfalles.

FF: Bevor wir das Interview an dieser Stelle abbrechen, da es schon jetzt zu lange ist; Was war Deine nächste Station?

DB: Das war Larisa oder Larissa, je nachdem. Das Hotel lag mitten in der Fussgängerzone was das hinkommen etwas speziell machte. Der Ort selber hat man schnell gesehen, denn die archäologischen Funde liegen nahe beieinander. Es ist eher eine Stadt zum shoppen, wenn man unbedingt Geld loswerden will.

FF: Wie es von Larisa weiter ging erzählen wir im nächsten Teil, der hoffentlich bald erscheinen wird. Warum hast Du diesen Teil denn nicht schon früher veröffentlicht?

DB: Weil Du den früher noch nicht geschrieben hast und ausserdem wollte ich wenigstens ein paar Fotos von Griechenland aufgeladen haben.

FF: Das Kapitel „Griechenland“ wird also noch erweitert, aber steht schon einmal zur Besichtigung und zur Kritik offen.

 

(Red: neue Handynummer: ++306945210600)

David Brandenberger (DB): Why? I'm losing all the time, but somehow I didn’t want to lose this bet.

PP: You can win nothing at all anyhow.

DB: I know, but somewhere, probably a little ambition was hidden that has come out.

PP: You have already ambitious targets, if one considers only your distant aims: China, Australia and even America.

DB: These are as you said only distant aims; I must not reach them at the first attempt, or even without interruption. It would be nice for sure, but I stay flexible. If it doesn't, then it will not. I'm still with the motto: as long as I can and God is willing.

PP: Your first aim was Greece which you now reached and even went through by writing this interview.

DB: This was my first goal to be in Greece until winter and then look further.

PP: Now you have to answer to our valued readers from "Gravel travel "still a question: How was it with the Turkish border police?" I thought you were traveled to Greece?

DB: I am well, but on the same day I went further on from Greece to Turkey.

PP: But you were now in Greece. Now I don't understand that.

DB: Before I traveled to Greece, I made a little detour to Edirne in Turkey. This was on the route and was a nice experience to taste Turkey.

PP: You already have been in Turkey.

DB: This was 2009, when I made an extended stopover in Istanbul on the way from Jordan. This time, I have been for a few days in Edirne and could enjoy the Turkish hospitality. I could find a bed at people who operate a bike shop and there was food and entertainment on the balcony every night. They played music with the Saz (a Turkish type of bouzouki). Photos are of course already under "Turkey" and “Music photos”.

PP: What was that now with the Turkish border police?

DB: When I went back to Greece, I arrived at the border post. That is a military restricted area and taking photographs is strictly prohibited. I turned in to the tax collectors and they were so delighted of my vehicle that all seven grabbed out their mobile phones to take photos. I've then referenced to the sign "No. photo" on it what turned on the mood even more. Unfortunately, I couldn’t make a photo of the situation: seven Customs officers in front of me with their phones.

PP: If that is always so funny at the border control that may be still cheerful.

DB: I'm skeptical, because I must apply for visa from Azerbaijan on, which is rather tedious. But first I need to get there.

PP: You did it anyway until Greece. How many kilometers have you driven until now?

DB: In Greece, the 6000 km marker fell first and then just before Christmas 7000 kilometers. (At press time was the Speedometer on 7700 km).

PP: Macaw, we are only online, and then you cannot write 'press time' release would be better.

Macaw: This is the official term, but if you want to know better, O.K.

PP: These are the 7000 kilometers, which had made the Czech solar team from France to Kazakhstan.

DB: Well these are not exactly the same 7000 kilometers and I'm not even yet in Kazakhstan. However, I am amazed that I did it as far as here with that "much garbage" which I drag with. Honza Galla, the Builder of the Trikes once called it like that, in a post. I'm pretty glad that I made the 7000 km; however, I wonder when it comes to an end.

PP: Why?

DB: At some point, things fall apart maybe or the trip is finished otherwise for whatever reason. Eventually a border comes, where everything ends up, but until then, I'm going further.

PP: But the Czech solar team had traveled much faster from France to Kazakhstan.

DB: Yes for sure and they are also more sportive than I, but I'm not on a race. My concern is first and foremost to make a trip to photograph and the Solatrike is actually just a means of transportation with which I move my trash through the area.

PP: I wanted to ask a question actually about Romania and Bulgaria, but I had kept forgetting...

DB: ...and something like that is called "excellent star reporter"!

PP: Well listen! I am from your imagination, if I forget something then it’s obvious to you.

DB: So which question did YOU forget now?

PP: How is it in the cities to ride with the Solatrike?

DB: In the large cities like Bucharest, I tried not to go. But otherwise, it is actually very easy. Because in Romania and Bulgaria, motorists generally drive in the fast lane, the whole right lane remains for me. In Greece, it is already different. Here the right lane is full of parked cars. What is a stopping restriction sign at my home (blue background with red border and crossed through), is in Greece a park sign. If there is already a car parked they park in the second row – no matter where. Signs are ignored here generously.

PP: What other kind of impressions of Greece do you have? But please start from the beginning.

DB: So at the beginning: when I drove into Greece I'm aged suddenly.

PP: What?

DB: I had always said that I can travel to Greece when I'm old. So I'm old now.

PP: What was your first impression?

DB: The road that I caught first was well built, but as strong headwinds blew, I immediately felt that I am in Patagonia again. I progressed slowly even if I offer not a large attack surface in the recumbent Trike. Then I went through the first village - all shops were closed. Oops, the crisis is so severe, I thought. But when I went in the evening through the village, everything was open again. With the long siesta on the afternoon they retained even in winter and that is hard to deal at the beginning. Not all stores have the same opening hours and banks are only open in the morning. The attrac-tions close in the winter at 15:00 and I have still not found out when the Greeks eat. I think they eat only about noon a gyros (Greek kebabs) and then you can see them sit only in the numerous Cafés. I know now why the philosophers come from Greece.

PP: You're not Greek, but on the trip here. Where led your way through?

DB: I came across Soufli to Alexandroupolis and went over a first pass to Komotini. I had a look at a few tourist attractions along the way with the Solatrike, as a reporter on the street stopped me for a short interview.

PP: Again? It will be slowly annoying! But you don't have time for me!

DB: It will get even better, wait and see. This interview just turned my head and I forgot that the 6000 km were next, only 13 km further along the way I realized it. Anyway, I pro-

ceeded to Xanthi, where I could put my Trike in the shop window overnight. (It was an empty standing business room next to the hotel). On the way to Kavala, I met a guy from Japan, who already was cycled across the States and now was en route from Lisbon to Istanbul. What a performance! Shortly thereafter I met Lydia from Holland, who was also on the way to Istanbul, but wants to continue thereafter to China. She wanted to help in Lesbos with the refugees and later travel further to southern Turkey. It would be a big coincidence, when we would meet again, because we could go the same route.

PP: You can determine a place where you meet.

DB: But I don't have her contact address.

PP: (to himself) Oh that stupid! How did you go on further?

DB: All knocked down, that I was so stupid and forgot to ask for her email address.

PP: (to himself again) He can read thoughts? I mean; where did you go on?

DB: The road led me pretty steep up the heights at the coast of Kavala and above on the mountain back down again. I visited the archaeological site at Philippi, where once Paul strolled through the streets and preached. To provide support to his friends, he then wrote the Philippians. But I came into Drama.

PP: What was so bad?

DB: I was hopelessly lost in Drama, but finally found the accommodation of my first host of Couch Surfing. Unfortunately, he was gone again at work and in the evening, he had also to be in a social cinema (similar to the cultural shack in Klosters). However, his living partner was at home and I had interesting discussions with her. I showed her my South America presentation, even off the cuff. Without sound and music unfortunately, but she liked it nonetheless. After a tip from my host Christos, I attended the Alistrati cave on the way. Unfortunately there is photographing banned - why ever. But it was a welcome change in the otherwise rainy day. The cave was also in a hill, on which I had to climb in the rain before. Then again a piece back on the Hill and then down and up again continuously to the same height. Afterwards an endless road down to Serres followed – all through the rain. It was the rainiest 80 kilometers so far. In Serres, I could surf on another couch, or better host Damian's bed and he slept on the mattress. We had put the Solatrike to other bikes in the stairwell and carried my entire luggage in his small studio apartment. I could recover something, wash the Trike and laundry and have many long and funny discussions with the student Damian. Sunday was the global climate day and also in Serres, a demonstration was announced which was organized around the world in the run-up to the climate conference. To support and also to incentive thoughts I went with the Solatrike and Damian led me on foot. Only, nothing was going on - on the square anyone, not even a poster. Disappointed, I located the Solatrike but still in the middle of the square. There came a few people and asked what that is, Damian then translated. There was a TV team, which wanted to document the rally but found anyone as well. So they started to film my Solatrike and I could give a short interview. The material was then edited and broadcast in the local station.

PP: Now you're even a TV star!

DB: Well not really, but it is slightly more than in the Czech television.

PP: What became of the rally?

DB: We broke up again after an hour and at the next corner a couple of people stood around somewhat lost with a temporary table and a few chairs, including the poster. As eye-catchers, we put the Solatrike in the middle of the road and could so alert some passers-by to the global climate day, that they signed the petition.

PP: This climate day met with little response.

DB: About 785000 people in over 2300 different rallies from 175 countries made it the largest global climate day in history. That could not be ignored and the climate change Conference argued for a reversal. Yes, the climate day met a big response. How it is implemented then is a different story. But the world has shown to the leaders of Nations that we care about the climate and if we’re not turn around we’ll soon get much bigger problems with the impact. Higher sea levels will lead that we will have the Dutch with their caravans with us in the garden. Joking aside, the Dutch would be the smallest 'problem'.

PP: Nature is especially close to your heart, so you went to the special bird paradise at Lake Kerkini.

DB: The paradox is that Kerkini Lake is an artificial reservoir, and still it attracts bird’s flock, which attract other animals and creates its own fauna. The abundance of fish in the Lake lures not only birds but also the local fishermen and they don’t like the birds, which dispute the fish.

From the Lake, I pedaled up a pass almost to the border to Macedonia and then a never ending road followed. Short before Kilkis I had to cross a hill and also the town is built on the slope. Despite the 80 km's I had enough time to visit the small archaeological museum. I was surfing the night on the other couch at Anesti. I was allowed to just practice my rusty fingers technique on his guitar and play even bouzouki. Well, Blues sounds on bouzouki something strange. Anesti plays of course much better. I had caught a nice road just off the expressway before I went into the big city of Thessaloniki. But Salonika, as it’s been called by the Greeks, I could not cotton up with the city. Actually I planned to spend there a couple of days to take a break, but I moved it on later. I was back in the footsteps of Paul on the road of the Roman agora. For the commune in Thessalonica he had written even two letters. Because I read them quite a few times I picked different sights, which I attended. A few churches from different periods, Ottoman buildings, the city walls, a tower...

PP: ... where you made a time lapse movie.

DB: Uh, exactly I also made one in Kerkini from the sunrise and sunset. Err, where was I?

PP: On the tower.

DB: Next I visited the archaeological museum and even a photo exhibition. There would be a lot of more churches and so on to visit, but with the time, all churches look alike and I wanted to get out of the city. Only this was not so easy. I had imprinted the way, but in real it’s again different and I barely found out of town. Somehow, I ended up still on the right track and had sat down next to an Apple Orchard for lunch. Hardly sat, came from the plantation Dimitros and Fotis and filled a whole sack of apples for me - offhandedly. Well, I had apples for the next few weeks. In Vergina I visited the tombs of Philip II and looked at further excavations, cleaned the trailer and I stryped the front fenders of the Solatrike, so that it is better striking in traffic.

PP: You mean with "stryped"; black and yellow striped. (In reference to Stryper)

DB: Exactly, the mudguards are already black and then I needed only yellow tape.

PP: On the next route, you've met other travelers.

DB: After a up the mountain and down the Valley drive I had selected a nice spot for the lunch break on the coast. There came by a Belgian Brazilian couple. They took an ancient VW transporter for the trip and save the accommodation cost. Before I went further to my accommodation I visited even the ancient Pydna; a small but very beautiful archaeo-logical site with free guide included. Unfortunately I made a bad choice with Katerini Paralia. I didn't like the whole place, I had no Internet access in the room and the touristy place has died out in the winter. At the main street are fur shops one by one - disgusting! The next accommodation at Limani Litochorou or Gritsa in the Summit zero hostel was much better. On the way there I visited the archaeological site of Dion. It was so enormous that I just had to go there the next day again for the second part. It is a very nice site although even here, as in many places in Greece, some parts have grown over again. But the main attractions are still reason-ably maintained. They put some copies of the statue beside the otherwise dry walls and that pimp it a bit. The originals are in the Museum of the village. I had some free days in Gritsa to continue to work on my photos and purify even the chain of the Trike; it had to be done again.

PP: You are always cleaning your Solatrike?

DB: It would need to be done more than I do, but occasionally it must be done.

PP: Out of the hostel, you did even some time-lapse movies.

DB: So to speak in my sleep. I put out the camera early in the morning, turned it on and went back to bed. The camera can do the rest itself. Subsequently I have to assemble the films, add music and label it; this is a job again.

PP: After this few days you had a long ride in front of you again.

DB: That would have been not so long if I wouldn’t get lost twice. First I got lost in a Delta and drove an unnecessary detour, and then I got a wrong turn. This road led me higher up in serpentine. At 290 meters above sea level, I decided to make my lunch break at a beautiful waterfall. I then went to the mountain village of Karitsa, with a beautiful view over the coast, but I could also ride along the coast. Well, so I have at least beautiful photos of a waterfall.

PP: Before we finish the interview at this point, it's already too long; what was your next stop?

DB: It was Larisa or Larissa, as the case may be. The hotel was in the middle of the pedestrian zone what it made to get there something special. The town itself is not a big deal and the archaeological sites are quiet near. It is rather a city for shopping, if you necessarily want to get rid of money.

PP: We will tell how it went further on after Larissa in the next part, which is hopefully soon to be released. Why didn’t you publish this part already earlier?

DB: Because you have not written it previously, and I also wanted to have uploaded at least a couple of photos of Greece.

PP: The chapter "Greece" is still expanding, but is open to visit and to criticize.

 

(Editors note: new mobile no. ++306945210600)

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Kommentare: 1
  • #1

    Tobler Ruth (Dienstag, 08 März 2016 19:37)

    Ich wünsche Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und voralen dingen gute Gesundheit, Und Fahre weiter so vorsichtig,
    Und lass den kopf nicht Hängen Das ist wegen dem 1 Solarmobiel .lass dich nicht kaput machen.Fahre weit Du Findest sich zwischen durch etwas wieng zum Arbeiten
    Bitte, Bitte Fahre weeiter und Genisses. Lieber Gruss Ruth T