Solatrike Projekt

Solatrike Project

Entstehungsgeschichte

"Als die jährige Südamerikareise 2003 langsam ihrem Ende entgegenkam, fand ich heraus, dass ich auch längere Reisen bewältigen kann und ich lernte auf Gott zu vertrauen. Darum stand es fest, dass die nächste lange Reise nun open End sein wird. Ich machte mir dann Gedanken, wie ich unterwegs sein möchte und wägte die verschiedenen Möglichkei-

ten gegeneinander ab:

- Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wollte ich nicht mehr alles reisen, denn man fährt viel an den schönen Orten vorbei und ist an Fahrpläne gebunden.

- Das Auto kam mir aus ökologischen Gründen nicht in Frage.

- Zu Fuss dauert es ewig und ist zu anstrengend.

- Also kam nur noch das Fahrrad in Frage. Doch auch beim Fahrrad gab es Einschränkungen, was das Gepäck anbelangt. Da meine Fotoausrüstung unterdessen ziemlich umfangreich geworden ist und ich auf der langen Reise meine Gitarre nicht mehr missen wollte, hatte ich da ein Gewichtsproblem.

 

Erst dachte ich dann an ein Pedelec-Fahrrad, das mir beim Gewichte schleppen Unterstützung bieten kann. Nur – es hat in der Pampa nicht an jedem Baum eine Steckdose, um die Batterien wieder aufzuladen. Also müssen Solarpanels die Batterien tagsüber wieder aufladen. Diese Solarpanels montiere ich am besten auf dem Dach einer Rikscha. Also machte ich mich auf die Suche nach sogenannten Solaschkas (Abkürzung für Solar-Rikschas). Nur gibt es die nicht an jeder Strassenecke zu kaufen, sondern sind Einzelanfertigungen und eher für Solarrennen gebaut, als für lange Reisen. Ein erstes Angebot in Heidenheim musste ich nach der Besichtigung und reiflicher Überlegung wieder fallen lassen. Aber sonst gab es nichts.

Darum ging ich das Projekt von einer anderen Seite an: ich suchte mir die Einzelteile und stellte sie selbst zusammen. Einfacher gesagt, als getan!

Solatrike Version 1

Ich fand in Deutschland jemanden, der Trikes herstellte und mir versicherte, dass er so ein Gefährt für mich herstellen kann, nachdem ich ihm klipp und klar geschrieben habe, welches Projekt ich vor hatte. Nach langen Abklärungen, zuvielen Ver-

sprechungen und einer kurzen Probefahrt (ohne Batterien!), bestellte ich so ein Trike. Leider blieben die Versprechungen und ich wartete und wartete auf das Trike. Als dann nach vielen Monaten nichts geschehen war, organisierte ich jemanden aus dem Dorf, welcher die Transportbox herstellen konnte, damit das Trike endlich geliefert werden konnte, doch auch dies verzögerte sich noch um ein halbes Jahr.

Die Box wurde dann in einem Monat in Klosters gefertigt und mit den Solarzellen verbunden. Leider hatten wir vom Hersteller falsche Angaben geliefert bekommen und berechneten so die Solarpanels falsch, so dass nach einem Tag fahren alle Batterien leer waren und wieder aufgeladen werden mussten.  Am Ostersonntag 2014 startete die Reise welche nach knapp 300km schon den ersten Achsenbruch verzeichnete und nach noch nicht einmal 500km mit dem zweiten Achsenbruch vollständig endete.

Auf den Sondermüll brachte ich es noch nicht sondern versuchte es nun dem Hersteller zurück zu geben. Da leider auf keine friedliche vorgerichtliche Lösung eingegangen wurde und sich das Gericht auch über zwei Instanzen vom Hersteller mit faden-scheinigen Gründen einwickeln liess, endete das Ganze mit noch mehr Kosten für das unbrauchbare Gefährt.

(Die ausführlichere Beschreibung in Solatrike Version 1)

Solatrike Version 2

Unterdessen suchte ich nach einer besseren Alternative, die auch längere Reisen stand hält und fand etwas in Tschechien. Das Czech-Solar-Team von AZUB Bike machte ein Rennen über 7000km von Frankreich bis nach Kasachstan mit einem Gefährt, welches mir zusagte. Nach einem Treffen und einer kurzen Probefahrt in Uherský Brod, Tschechien, konnten die Hersteller genau auf meine Bedürfnisse eingehen und entscheiden, welche Teile vom bestehenden Trike noch genutzt werden können und welche neu gemacht werden. Als Steighilfe wird ein zweiter Motor am Tretlager montiert welcher von der Firma Mid Drive Ebike geliefert und einige zusätzliche Teile gesponsert wurden.

Per Zufall lernte ich Joachim Kreutzer von SolarFun kennen, der mir einen Sonderpreis für die neuen Solarmodule machte. Lukás Straka von der Tschechischen Firma e-pohon sah sich mein neues Gefährt an und schlug vor neue Regulatoren (Steuerung) zu spenden, die beide Motoren ansteuern können.

 

Nach einer zehntägigen Probefahrt anfangs Oktober 2014, bei welcher das Gefährt provisorisch zusammen gestellt wurde, konnte ich schon mal die Vorzüge testen und die Schwachstellen erkennen. Während des Winters und Frühling 2015 wurde die zweite Version des Solatrikes zusammen gebaut, welche im Frühling 2015 fertig gestellt sein hätte sollen. Die Montage des zweiten Motores wurde nicht so einfach, wie gedacht und verzögerte die Arbeiten. So wurde das Gefährt erst mitte Juni fertig. Der Start mit dem Solatrike II wurde auf Anfang Juli verschoben. Seit dem 6. Juli 2015 war das Solatrike II unterwegs zur längeren Probefahrt von der Tschechischen Republik durch Polen und Ostdeutschland, um wieder in der Tschechischen Republik zu enden. Seit dem 6. Oktober 2015 war das Solatrike II wieder unterwegs von Tschechien durch die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien nach Griechenland in Richtung Athen danach einen Abstecher nach Kreta und weiter nach Chios. Von da aus ging die Fahrt durch die Türkei nach einem kleinen Abstecher durch Nordzypern. Anschliessend fuhr das Solatrike II durch Georgien, Aserbaidschan und dem Iran. Per Flugzeug reiste David und das Trike nach Usbekistan. Dort musste ein neuer Anhänger gebaut werden. Von Usbekistan führte die Reise durch Kasachstan nach Bishkek in Kirgisistan. Hier wurde einmal eine lange Pause eingesetzt. Ab Mai 2017 ging die Fahrt wieder weiter von Kirgisistan via Kasachstan nach China. Weiter soll es nach Südkorea und Japan gehen."

(Stand Juli 2017, wird laufend ergänzt).

History

"As the yearlong South America travel slowly came to its end in 2003, I found out that I can cope with longer travel and I learned to trust in God. Therefore, it was sure that the next long trip will be open end. Then I made my thoughts, how I want to be on the go and considered the different ways against each other:

- I didn't want no longer to travel all by public transport, because in this way you will pass some beautiful places and you're bound by timetables.

- For ecological reasons the car was no option.

- Walking would take forever and would be too hard.

- So only the bike was the last option. But even with the bike, there were restrictions concerning the luggage. Meanwhile my photo equipment has quite an extensive range and I didn't want to miss my guitar on the long journey again, so I had a weight problem.

 

First I thought a support of a Pedelec bicycle can offer me to drag the weights. But - in the Boonies it hasn't a socket on every tree to recharge the batteries. Solar panels have to recharge the batteries during the day. I thought to mount these solar panels on the roof of a rickshaw. So I was looking for so-called Solaschkas (short for solar-rickshaws). But they couldn't be bought on every street corner, but are custom made and built rather for solar race, than for long trips. I had  to drop a first offer in Heidenheim (Germany) again after the visit and careful consideration. But otherwise there was nothing else.

 

That's why I started the project from a different perspective: I was looking for the items and put them together for myself. Easier said than done!

 

Solatrike Version 1

I found someone in Germany who manufactured Trikes and assured me that he can produce a vehicle for me, after I have written in no uncertain terms for which project I want to use it. After long investigations, too many promises and a short test drive (without the batteries), I ordered such a Trike. Unfortunately, the promises remained and I waited and waited for the Trike. Then after many months, nothing was done, I organized someone from the village, which could make the transport box for the Trike that it could finally be delivered, but this was delayed for half a year again.

The box was then manufactured in Klosters within a month and connected to the solar cells. Unfortunately we had supplied false information by the manufacturer of the Trike and calculated incorrectly the solar panels. After a day driving all the batteries were empty and had to be recharged. On Easter Sunday 2014 started the trip which recorded already the first axle break after nearly 300km and completely ended with the second axis break after not even 500 km.

I didn't bring this thing to the hazardous waste but I try to give it back to the manufacturer. Unfortunately no peaceful solution to pre-trial was found and the Court has been fooled by the manufacturer twice it ended up even with more costs for me.

(The longer story in Solatrike Version 1)

Solatrike Version 2

Meanwhile, I was looking for a better alternative, which can hold longer trips and found something in the Czech Republic. The Czech-Solar-Team of AZUB bike made a race over 7000km from France up to Kazakhstan with a vehicle, which was similar to what I have in mind. After a meeting and a short test drive in Uherský Brod, Czech Republic, the manufacturer decided which parts can still be used from the existing Trike and which must made new and could design it exactly to my needs. As a climbing aid, a second motor on the bottom bracket will be mounted which were delivered and some additional parts sponsored by the company of Mid Drive Ebike.

By Chance I met Joachim Kreutzer of SolarFun, who gave me a special discount for the new solar modules.

Lukás Straka from the Czech company e-pohon saw my new vehicle and suggested to donate new regulators which can drive both motors.

 

After a ten-day test ride at the beginning of October 2014, at which the vehicle has been provisionally put together, I could test the benefits and identify the vulnerabilities. The second version of the Solatrike was built together during the winter and spring 2015, which should have been completed in spring 2015. But the works on the second Motor wasn't as easy as expected. That's why the Solatrike II was not finished before middle of June. The Start of the tour was delayed to the begin of July. Since July 6th 2015 the Solatrike II was on the way on its longer trial route from the Czech Republic through Poland and Eastern Germany to end in the Czech Republic again. Since Ocober 6th 2015 the Solatrike II was again on the road from the Czech Republic through Slovakia, Hungary, Romania and Bulgaria to Greece in direction of Athens and further on to Crete and Chios. From there the Solatrike II was travelling through Turkey with a short round-trip through North Cyprus. After that the Solatrike II crossed Georgia, Azerbaijan and Iran. David and the Trike traveled by plane to Uzbekistan. There it had to build a new trailer. From Uzbekistan the travel  went on through Kazakhstan to Bishkek in Kyrgyzstan. Here the trip took a long break. In May the travel continued from Kyrgyzstan via Kazakhstan to China. Afterwards it should go to South Corea and Japan."

(Update: July 2017, will be updated continuously).

 


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Solatrike Version 1
Bild:AZUB,Projekt,Weltreise,worldtour,David Brandenberger,d-t-b.ch,d-t-b,Solatrike,Version2,
Solatrike Version 2 (provisorisch zusammengestellt für die erste Testfahrt) / (not all is fixed now, just ready made for the first test ride)
Bild: Solatrike II
Solatrike II nach der grossen Testfahrt durch PL, DE und CZ am Start. / After the big test ride through PL, DE and CZ on the start.
Bild: Solatrike,Nordzypern,Northern Cyprus,Solar,Trike,Light painting,
Das Solatrike II auf der Reise in Nordzypern. / The Solatrike II on the journey on Northern Cyprus.
Bild:Solatrike,Anhänger,Kasachstan,David Brandenberger,d-t-b.ch,
Solatrike II mit neuem Anhänger in Kasachstan. / Solatrike II with new trailer in Kazakhstan.